Steckbrief-Vorlage: Kindergarten
Für die Eingewöhnung oder das Portfolio, mit einfachen Feldern, die auch Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit dem Kind ausfüllen können.
Im Kindergarten dient der Steckbrief meist zwei Zwecken: der Eingewöhnungsphase und dem Portfolio, das viele Einrichtungen über die Kindergartenzeit hinweg führen. Bei der Eingewöhnung hilft ein ausgefüllter Steckbrief den Erzieherinnen und Erziehern, ein neues Kind schneller einzuschätzen — welches Spielzeug vertraut ist, was das Kind beruhigt, wenn es weint, welche Wörter es für wichtige Dinge benutzt. Eltern füllen das Formular zusammen mit dem Kind vor dem ersten Tag aus.
Anders als bei Schulsteckbriefen stehen hier weniger Schulfächer, dafür mehr emotionale und alltagspraktische Angaben im Vordergrund: Trostmittel bei Kummer, Lieblingslied zum Einschlafen, Angaben zur Familie. Ein Foto-Feld ist im Kindergartenalter besonders verbreitet, weil viele Kinder noch nicht selbst schreiben können und das Blatt sonst überwiegend von den Eltern ausgefüllt wird — ein Bild macht den Steckbrief für das Kind trotzdem zu „seinem” Blatt.
Für das Portfolio wird der Steckbrief oft einmal pro Kindergartenjahr neu ausgefüllt und zusammen mit gemalten Bildern und Fotos in einer Mappe gesammelt, die die Familie am Ende der Kindergartenzeit mitbekommt. Ein Vergleich der Antworten über zwei oder drei Jahre zeigt Eltern und Kind gemeinsam, wie sich Vorlieben und Sprache entwickelt haben.
Format: A4 im Hochformat, mit großzügigem Zeilenabstand, da die Antworten oft handschriftlich von einer erwachsenen Person nach dem Diktat des Kindes eingetragen werden. Zehn Felder sind für diesen Zweck eine sinnvolle Obergrenze, damit das Ausfüllen nicht zu lang für die Aufmerksamkeitsspanne eines Vorschulkindes wird. Wer das Blatt zusätzlich zum Anschauen in der Garderobe aufhängt, wählt am besten dickeres Papier, weil dünne Blätter dort schneller reißen oder sich wellen.
Ein Steckbrief für die Eingewöhnung sollte spätestens eine Woche vor dem ersten Kindergartentag bei der Einrichtung vorliegen, damit die Bezugserzieherin oder der Bezugserzieher sich vorbereiten kann.