Haushaltsbuch-Vorlage für die WG
Eine Buchungstabelle, die gemeinsame Ausgaben und die einzelnen Vorauszahlungen der Mitbewohner auseinanderhält.
In einer Wohngemeinschaft mischen sich zwei Arten von Ausgaben: solche, die eine Person allein betreffen, und solche, die für alle gelten und aufgeteilt werden müssen — Miete, Nebenkosten, Internet, manchmal ein gemeinsamer Wocheneinkauf. Eine Tabelle, die beides in einer Spalte vermischt, wird schnell unübersichtlich. Praktikabler ist es, in der Beschreibungsspalte konsequent zu vermerken, wer eine gemeinsame Ausgabe verauslagt hat, etwa „Strom, verauslagt von Jonas”.
Bei geteilten Fixkosten wie Miete und Nebenkosten hilft eine feste Reihenfolge: zuerst die Gesamtsumme, die vom Konto der WG oder von einer Person abgeht, danach — falls die WG nicht mit einem gemeinsamen Konto arbeitet — die einzelnen Anteile, die jede Person überwiesen hat. So lässt sich am Monatsende in der Tabelle direkt ablesen, ob alle Anteile eingegangen sind, ohne separate Nachrichten oder Erinnerungen nachschlagen zu müssen.
Gemeinsame Haushaltseinkäufe — Putzmittel, Toilettenpapier, Küchenrolle, manchmal ein WG-Vorrat an Grundnahrungsmitteln — lassen sich als eigene, kleinere Kategorie führen. Wechselt sich die Wohngemeinschaft beim Einkaufen ab, reicht eine kurze Notiz, wer diesen Monat an der Reihe war; das erspart die Diskussion, ob die Aufteilung über mehrere Monate ausgeglichen ist.
Ein häufiger Reibungspunkt ist der Unterschied zwischen „bezahlt” und „ausgeglichen”. Eine Ausgabe ist bezahlt, sobald jemand das Geld ausgelegt hat; ausgeglichen ist sie erst, wenn die anderen ihren Anteil zurücküberwiesen haben. Eine zusätzliche Spalte oder ein Häkchen in der Beschreibung für „ausgeglichen” verhindert, dass am Ende des Monats unklar ist, welche Vorauszahlungen noch offen sind.
Bei wechselnder Belegung — jemand zieht während des Monats ein oder aus — lohnt es sich, das Datum des Wechsels als eigene Zeile zu vermerken und die Fixkosten ab diesem Tag anteilig zu berechnen, statt den ganzen Monat pauschal durch die aktuelle Personenzahl zu teilen.
Nach ein bis zwei Monaten zeigt die ausgefüllte Tabelle zuverlässig, welche gemeinsamen Posten regelmäßig unterschätzt wurden — meist Internet- und Stromnachzahlungen — und lässt sich als Grundlage nutzen, um die monatliche Nebenkostenpauschale realistischer anzusetzen.